Katholische Pfarrgemeinde

in Frankfurt - Nied "Mit Gott für die Welt"

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Von Ralf Albensoeder

 

„Wer sich nicht tanzend und spielend durch Bilder bewegt, wird an einem von ihnen hängenbleiben, um damit die Mitmenschen zu erschlagen." Dieser Spruch fällt mir oft ein, wenn ich die Gleichnisse Jesu höre, eben auch im heutigen Sonntagsevangelium (Joh 10,1-10).
Christus, der gute Hirt, ein bekanntes Bild -
Ich möchte sie einladen, sich auf das Bild, das Jesus hier zeichnet, einzulassen und der Phantasie einmal Raum zu geben. Tauchen sie ein in das Gleichnis:

Jeden Tag müssen wir erneut heraus aus dem Stall. So ist es nun einmal. Und jetzt erleben wir sehr traurige Zeiten, gleichgültig, ob wir rausgehen oder zu Hause bleiben.
Tod, Krankheit, Einsamkeit, die Gedanken daran werden mich einholen oder haben mich in diesen Tagen auch ohne Corona vielleicht schon längst befallen. Wir können auch Positives erleben – neue Formen der Solidarität, Kreativität innerhalb und außerhalb der Kirche…
Hinter einem Hügel ist neues Land - schöner oder hässlicher –, wie auch immer, es erwartet uns Neues - aber ich kann in der Gewißheit leben, dass ich in Christus einen Hirten habe, dass ich nicht allein mit meinem Leben bleibe - aber auch, daß ich in einer „Herde“ leben darf, nicht Herde im Sinne von stumpfsinnig hintereinander her trabend, sondern Gemeinschaft - ich kann mit den anderen die neue Wiese betrachten, meine Fragen stellen und auf Antworten hoffen – ich darf sie auch einfordern.

Ein anderes entdecke ich in dem Bild. Das Leben stellt auch Anforderungen - eben neue Wiesen zu entdecken, auch die, die ich mir nicht ausgesucht habe. Dass ich Entscheidungen treffen und Antworten auf Fragen finden muss, die mir bisher unbekannt waren.
Der Kirchenraum ist manchmal gemütlich wie ein Stall – aber inner- und außerhalb gibt es eine Menge Fragen und auch Auseinandersetzungen mit Andersdenkenden, auch in der Kirche, man denke nur an den notwendigen „Synodalen Weg“.

Herde des Hirten Jesus zu sein heißt, sich auf den Weg machen, hinausgehen aus dem Stall - aus der Kirche als Gebäude, und Kirche in Bewegung zu sein, Volk Gottes unterwegs. Das ist das zweite Bild: Ich bin auf dem Weg durch die Tür hinaus.
Das Evangelium in die heutige Zeit übersetzen kann ich nur, wenn ich die Welt außerhalb des Schafstalls kenne.
Nur dann entdecke ich die Fragen der Menschen - die Frage nach dem Warum des Leids - die Frage nach dem, was Hoffnung schenken kann in Trauer, Einsamkeit und Angst.
Aber ich brauche auch den Stall. Den Ort Heimat, den Stallgeruch.
Mit Christus leben heißt, nicht nur im Stall bleiben, denn Christus führt uns hinaus, er stellt unsere Füße in weiten Raum (vergl. Ps 31,9), aber er führt auch wieder in den Stall zurück.

Deshalb freue ich mich riesig, dass wir wieder Gottesdienste feiern können. Ich brauche Identität, Gemeinschaft, die Erfahrung der Nähe Gottes in den Sakramenten.

 

Bitte, denken sie auch an die Menschen in ihrer Umgebung, die nicht über einen Internetzugang verfügen und drucken sie das Kirchentagebuch aus und werfen es ihren Nachbarn, Freunden und Bekannte bei einem kleinen Spaziergang in den Briefkasten!
Vielen Dank!

 

Rolf Mueller portrait 202. Mai: Gemeinschaft

Eigentlich wäre ich jetzt, wenn Sie diese Zeilen lesen, gemeinsam mit Jugendlichen aus unserer Gemeinde zu Gast bei unserer Partnergemeinde in Toplita / Rumänien. Wegen der Krise musste diese immer sehr spannende und intensive Fahrt abgesagt werden. Und das ist nicht die einzige abgesagte Fahrt: Die Wochenenden mit Firmanden aus dem Gallus und in Griesheim, die Sommerfreizeiten für Kinder der Griesheimer und der Nieder Gemeinden, die Jugendfreizeit der Griesheimer Gemeinde, die Griesheimer Gemeindefahrt, der Hilfstransport nach Rumänien, die Seniorenfahrt der Gallus Gemeinden, die Abschlussfahrt der Vorschulkinder auf den Bauernhof und nicht zuletzt die große Pilgerreise des Pastoralen Raumes nach Santiago de Compostela im Herbst – alle diese Fahrten finden nicht statt. Dazu kommen noch einige Tagesausflüge und Wallfahrten.
Beim Schreiben dieser Zeilen wird mir klar: Wir sind in unserem Pastoralen Raum ziemlich oft miteinander unterwegs! Das hat gute Gründe. Ich denke: Gemeinsame Fahrten sind ein ganz starkes Stück Kirche. Bei ihnen ereignet sich oft eine ganz besondere Form der Gemeinschaft. Auf Fahrten ist es oft besser als sonst im Alltag möglich, über den Glauben ins Gespräch zu kommen und ihn auch ein Stück weit zu leben – besonders (aber bei weitem nicht nur) mit Jugendlichen. Wie oft höre ich von ganz besonderen Gottesdiensten, die auf vielen Fahrten gefeiert worden sind, in Assisi, in Rumänien, bei den Wallfahrten. Gemeinsame Fahrten bringen oft neue Einsichten und neue Perspektiven, nicht selten öffnen sie den eigenen Horizont. Viele Fahrten haben auch einen sozialen Aspekt: Besonders bei Kinder- und Jugendfreizeiten können auch die mitfahren, die sich einen Urlaub normalerweise nicht leisten könnten. Und während der Fahrten spielt der soziale Status eines Teilnehmenden kaum eine Rolle. Gemeinschaft, Erzählen vom Glauben, Gottesdienst und sozialer Aspekt – sind das nicht Dinge, die Kirche ausmachen?
Ich vermisse unsere Fahrten in diesem Jahr sehr und ich weiß von vielen, denen es genauso geht. Ich hoffe, dass sie bald wieder möglich werden, damit viele diese Erfahrung von Gemeinschaft machen können. Denn: Glauben kann man nicht für sich allein. Der christliche Glaube ist kein Mittel der Selbstoptimierung. Er ist auf echte Gemeinschaft hin ausgelegt, will in dieser gelebt werden und soll als solcher auch in die Gesellschaft insgesamt hinein wirken. Deswegen bin ich froh, wenn es möglichst bald wieder gelingt, dass wir uns wieder persönlich treffen können.
Heute beginnen wir in Griesheim und Nied wieder mit öffentlichen Gottesdiensten. Auch wenn sie (noch aus gutem Grund) vielerlei Beschränkungen und einer Anmeldepflicht unterliegen, sind sie doch ein erstes zaghaftes Zeichen für das, was wir sein wollen: Eine Gemeinschaft mit dem Herrn in unserer Mitte!

 

Bitte, denken sie auch an die Menschen in ihrer Umgebung, die nicht über einen Internetzugang verfügen und drucken sie das Kirchentagebuch aus und werfen es ihren Nachbarn, Freunden und Bekannte bei einem kleinen Spaziergang in den Briefkasten!
Vielen Dank!

 

 

Pater Roger Abdel Massih.jpg

 

 

 

Liebe Leserinnen und Leser,
Der heutige Tagebucheintrag ist von:
Pater Roger Abdel Massih CML

Freitag, 1. Mai 2020

 

 

 

 

 

 

 

VogelLetzte Woche habe ich ein Bild im Internet gefunden. Es entstand in der Kirche in Rheine-Hauenhorst. Dort hat ein Rotkehlchen im Weihwasserbecken sein Nest gebaut.
[Das Bild ist urheberrechtlich geschützt. Sie finden es bei der Zeitung MV online unter folgendem externen Link ]

Ich war gerührt! In unseren Kirchen, bzw. allen Kirchen in ganz Deutschland, haben wir die Entscheidung getroffen, in Corona- Zeiten kein Weihwasser in die Becken zu füllen. Nun entsteht ausgerechnet an diese Stelle „ein neues Leben“.
Das Weihwasser im Becken am Tor der Kirche soll uns an unsere Taufe erinnern, an das neue Leben, „ die neue Geburt“ im Geiste erinnern. Ist das ein Zufall?
Ein sehr weiser Priester, den ich in Warburg gekannt habe, Pfr. Hermann Daniel, hat mir einmal einen Witz erzählt: es gibt keine Zufälle, nur die Kellertür fällt zu 😊.
Das Rotkehlchen - Nest ist für mich ein Zeichen geworden: Egal, wie die Umstände sich verändern, der Kern, das Herz, die Botschaft bleibt dieselbe! Mit dem Weihwasser bekreuzige ich mich, das Kreuz Jesu ist das Zeichen des Lebens.
Selbst wenn das Weihwasser dort jetzt eingetrocknet ist: dieses winzig kleine Tier, dass sich dort eingenistet hat, verkündet die Botschaft weiter.
Der 1. Mai ist der Anfang des Marien- Monats; durch das Ja-Wort Mariens ist das Ewige Wort, das Wort Gottes, Fleisch geworden, „das Wort ist Leben geworden“
Wir feiern das Leben mit Maria und verkünden weiter diese Botschaft und beten mit Maria:
Meine Seele preist die Größe des Herrn, und mein Geist jubelt über Gott, meinen Retter. Denn auf die Niedrigkeit seiner Magd hat er geschaut. Siehe, von nun an preisen mich selig alle Geschlechter. Denn der Mächtige hat Großes an mir getan, und sein Name ist heilig. Er erbarmt sich von Geschlecht zu Geschlecht über alle, die ihn fürchten. Er vollbringt mit seinem Arm machtvolle Tataen: er zerstreut, die im Herzen voll Hochmut sind; er stürzt die Mächtigen vom Thron und erhöht die Niedrigen. Die Hungernden beschenkt er mit seinen Gaben und läßt die Reichen leer ausgehn. Er nimmt sich seines Knechtes Israel an und denkt an sein Erbarmen, das er unseren Vätern verheißen hat, Abraham und seinen Nachkommen auf ewig. (Magnifikat, Bibelstelle: Lukas 1, 46-55)

 

Bitte, denken sie auch an die Menschen in ihrer Umgebung, die nicht über einen Internetzugang verfügen und drucken sie das Kirchentagebuch aus und werfen es ihren Nachbarn, Freunden und Bekannte bei einem kleinen Spaziergang in den Briefkasten!
Vielen Dank!

 

Harald Stuntebeck„Immer wenn ich vorbei kam freuten sich die Leute…“
Es ist nur eine kurze Geschichte, die sich gestern in unserem Alltag in Pax&People zugetragen hat. Sie klingt aber in mir nach und macht mir noch immer Freude.
Unser FSJ-ler Christian sagte den Satz (siehe oben) gestern, als er zurück kam vom Verteilen von Atemschutzmasken: „Immer wenn ich vorbei kam, freuten sich die Leute.“
Drei chinesische Familien, die wir aus dem Europaviertel kennen, kamen vor ein paar Wochen mit einem Anliegen auf mich zu. Sie wollten wegen der Corona-Krise gerne Atemschutzmasken in China kaufen und diese für die Menschen, die sie hier brauchen spenden. Wir fanden das eine tolle Initiative und sagten zu, dass wir uns in Pax&People um den Kontakt zu den sozialen Einrichtungen und die Verteilung kümmern können.
Vorgestern bekamen wir zwei große Kartons geliefert und einen netten Begleitbrief, den die Familien für die Empfänger der Masken geschrieben hatten.

Maskenspende

Bei der Übergabe der Atemschutzmasken

Ein Viertel der Masken konnten wir schon am ersten Tag an verschiedene soziale Einrichtungen verteilen. Die hilfsbereite Aktion der chinesischen Familien hat überall Freude ausgelöst und wurde als Zeichen der Verbundenheit und Solidarität verstanden.
Ein Zeichen der Nähe, In Tagen, in denen wir auf Abstand achten müssen.
Harald Stuntebeck

 

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Monika SjpgHeute ist der Gedenktag der heiligen Caterina von Siena (1347 – 1380). Eine Frau, die einen in ihrer Zeit sehr ungewöhnlichen Weg ging. Sie lehnte es ab zu heiraten, schnitt sich die Haare ab als sichtbares Zeichen, dass sie einem anderen gehört, Jesus Christus, ihrem Freund. Gegen den Willen ihrer Eltern erreichte sie es, dass sie dem Laienorden des Hl. Dominikus beitreten konnte. Sie lebte nicht in einem Kloster, sondern in einem kleinen Zimmer zu Hause. Als ihre Sendung entdeckte sie den Ärmsten und Schwächsten der Gesellschaft beizustehen. In einer Vision hörte sie Christus sagen: „Ich will dich doch nicht von mir wegschicken; im Gegenteil, die Liebe zu den Menschen wird dich noch fester an mich binden.“
Offensichtlich war die Mystikerin Caterina eine Frau mit viel Charme. „In ihrer Gegenwart“, so schreibt ihr erster Biograph, „fühlte man einen mächtigen Antrieb zum Guten und eine so unbändige Freude an Gott, dass jede Spur von Traurigkeit aus dem Herzen wich.“
Caterina lebte in einer schwierigen Zeit, mit vielen Auseinandersetzungen und Kämpfen. Sie mischte sich ein und wurde als Schiedsrichterin und Friedensstifterin geschätzt. Sehr viele Briefe hat sie geschrieben, an die Mächtigen ihrer Zeit, auch an den Papst, den sie aus dem Exil in Avignon zurückholen wollte. Ihre Worte waren sehr deutlich, sehr offen, oft in ihrer Klarheit schon unhöflich – sie wurden aber gelesen und ernst genommen und zeigten Wirkung.
Erst 33 Jahre war sie, als sie am 29. April 1380 starb.
UnbenanntMit Bedacht haben katholische Frauenverbände den Gedenktag dieser Heiligen ausgesucht um an ihm den Tag der Diakonin zu begehen, schon seit 1998. Die Forderung Frauen in der katholischen Kirche zu den Weiheämtern zuzulassen, gibt es noch viel länger. Bisher blieb sie ohne wirkliche Antwort durch die Leitung der Kirche. Verschiedene Arbeitsgruppen haben zum Thema Diakonat für Frauen gearbeitet und versuchten die Frage zu klären, ob es in der frühen Kirche ein Diakonat der Frau als Weiheamt gegeben habe. Zur Zeit arbeitet wieder eine Kommission, von Papst Franziskus eingesetzt, daran. Gleich welches Ergebnis sie für die Vergangenheit erarbeiten wird, in unsere Zeit kann es nicht mehr sein, dass Frauen der Zugang zu den Ämtern verwehrt ist!
Zum diesjährigen Tag der Diakonin schreiben die beiden Frauenverbände KDFB und kfd: „GERECHT“ – gerecht leben und handeln ist christlicher Auftrag und Anspruch zugleich. Doch wie gerecht geht es in unserer Kirche zu? Gemeinsam mit immer mehr Frauen und Männern fordern wir die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen am sakramentalen Dienst des Diakonats. Denn nur eine Kirche, in der sich Gerechtigkeit verwirklicht, ist eine glaubwürdige Kirche.
Es braucht dringend Veränderung in unserer Kirche, ansonsten werden auch die Frauen, die sich jetzt noch in der Kirche einsetzen und kämpfen, die Kirche verlassen. Junge Frauen tun das schon zuhauf. Bischof Bätzing ist zuzustimmen, wenn er sagt, dass das Thema Frauen und Kirche das zentrale Thema unserer Zeit ist. Frauen als geweihte Diakoninnen wären ein erster Schritt hin zu einer vollen Teilhabe! In allem, was uns Frauen und manche Männer, enttäuscht und frustriert in unsere Kirche, ist die Hl. Caterina ein Mut machendes Vorbild, nicht aufzugeben, die Hoffnung auf Veränderung zu bewahren und im Einsatz für Gerechtigkeit nicht nachzulassen.
Monika Stanossek

 

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Thomas SchmidtKirchentagebuch 27.04.2020, Thomas Schmidt

„Christ ist erstanden“

Kommt Ihnen auch unwillkürlich die Melodie zu diesem wohl ältesten Kirchenlied in deutscher Sprache in den Sinn, wenn sie diese drei Worte lesen: „Christ ist erstanden“?
Corona „sei Dank“ kann ich als Priester jetzt am Sonntagmorgen auch Radio hören. Im Deutschlandfunk hörte ich am 19.04. einen wunderbaren Osterbeitrag, u.a. über dieses Lied. Es kommt aus dem 12. Jahrhundert und wird Osterleis genannt. Das Leis kommt von Kyrie eleis, mit dem im Lied auf den deutschen Text geantwortet wird.
Dieses Lied bringt nur einen verhaltenen Osterjubel zum Ausdruck. „Die Halle hat ja - in der Tat – nicht von des Volkes mächtigem Jubel getönt“, wie es eindrücklich im Exsultet der Osternacht heißt. Ostern und Osterzeit sind in diesem Jahr weiter von Sorgen, von Krankheit und Tod geprägt. In diese Situation tönt das „Christ ist erstanden“ auf seine eigene Weise. Wir moderne Menschen hören diese Melodie nah an der Tonart Moll. Diese ist traurig, zurückgenommen und verhalten. Die ursprüngliche Tonart dieses Liedes aber ist dorisch und diese steht für kraftvoll und strahlend.
In diesem Lied können wir also beide Aspekte hören: Trauer und Hoffnung, Schmerz und neues Leben und im Halleluja dürfen wir vorsichtig mit einstimmen in die Überzeugung, dass der Tod die Herrschaft über das Leben verloren hat.
Summen Sie doch dieses Lied immer wieder mal in diesen verhalten österlichen Tagen vor sich hin. Es ist auf der ganzen Welt bekannt und die Erkennungsmelodie jedes evangelischen Kirchentages. Es verbindet uns also auch über Länder- und Konfessionsgrenzen hinweg.
Auch dafür steht Ostern, dass Grenzen überwunden werden. Das macht Hoffnung.
Thomas Schmidt
PS: Wer noch das alte Gesangbuch zu Hause hat, kann mal das Lied unter der Nummer 837 nachschlagen. Es ist so komponiert, dass es mit „Christ ist erstanden“ im Wechsel gesungen werden kann. „…dass auf der Erde stets alles so bliebe“. Soll es nicht. Aber das ist schon wieder ein anderes Tagebuch.

 

 

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Juraj Sabados

von Juraj Sabados

 

Wer fragt, bekommt antworten
Wir Menschen haben oft viele Fragen.
Manches lässt sich einfach beantworten. Alleine, ohne groß darüber nachdenken zu müssen. Doch andere Fragen sind schwieriger. Da brauchen wir Hilfe um weiterzukommen. Und manches bleibt leider unlösbar.
Im heutigen Evangelium (Joh 6, 22-29) ist es ähnlich. Die Menschen am See von Tiberias suchen nach Jesus. Sie wollen ihn zur Rede stellen. Und haben Fragen... Und dieser antwortet, selbstverständlich. Aber anders als gehofft: „Ihr sucht mich nicht, weil ihr Zeichen gesehen habt, sondern weil ihr von den Broten gegessen habt und satt geworden seid.“ (Joh 6,26).
Jesus versucht ihnen provokant die Augen zu öffnen. Weg von dem menschlichen „was bringt mir das“ hin zu einer größeren Wahrheit.
Und er geht sogar noch weiter in seiner Erklärung: Das ist das Werk Gottes, dass ihr an den glaubt, den er gesandt hat.“ (Joh 6, 29).
Es ist typisch für Christen, sich um gute Taten zu bemühen. Es ist gut, gute Taten zu tun. Aber es ist noch besser, Gottes Werke zu tun. Gute Taten kann jeder. Gottes Taten nur die, die glauben.
Wir denken manchmal, dass schnell etwas getan werden muss. Jesus bittet uns aber eigentlich um etwas anderes: er bittet uns zu Glauben.
Glaubst du? Tust du Gottes Werke? Oder bist du nur bei den Guten geblieben?

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Stefan HoferLiebe Leserinnen und Leser,
am heutigen 3. Sonntag der Osterzeit agieren wir immer noch vorsichtig und es sieht so aus als ob es eine ganze Zeit lang so bleiben würde. Im Evangelium (Joh 21,1-14) haben wir es aber mit jemandem zu tun, der gar nicht vorsichtig ist, Petrus. Wir kennen ihn als einen, der sich mehr wagt, als er kann, indem er versucht über das Wasser zu laufen und kleingläubig scheitert, und als einer der vollmundig verkündet, er steht zu Jesus, um ihn kurz danach dreimal zu verleugnen. Doch heute geht er wieder fischen, so wie damals als er Jesus zum ersten Mal begegnet ist. Doch: diese Begegnung verläuft anders. Ein Jünger, der, den Jesus liebte, erkennt den Auferstandenen und sagt zu Petrus: Es ist der Herr! Und Petrus hält nichts mehr, er springt in den See und holt alle Fische rein. Er strotzt vor Energie und zieht das Netz an Land mit 153 Fischen. Eine symbolische Zahl, die auf die Anzahl aller damaligen bekannten Völker hinweist und auch mathematisch eine interessante Zahl ist. Die Summe der Zahlen von 1 bis 17 ergibt 153. Petrus ist jedenfalls erfüllt von neuer Kraft und neuem Geist. Das hört man auch in dem Abschnitt der Apostelgeschichte, der heutigen Lesung (Apg 2, 14.22-33). Und daraus wird dieser Petrus wie er uns heute überliefert ist, der nach Rom geht, den Glauben verkündet, ein Anführer ist und für seinen Glauben in den Tod geht. Was für eine Verwandlung.
Ich wünsche Ihnen, dass Sie in der jetzigen „Ruhe“ Kraft finden für Ihre Verwandlung, für Ihren Weg, für Ihre Energie.
Einen gesegneten Sonntag wünscht Ihnen
Stefan Hofer, Pastoralreferent

 

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