Katholische Pfarrgemeinde

in Frankfurt - Nied "Mit Gott für die Welt"

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Manger Ruben kl 300x200Liebe Leserinnen und Leser,

zu Beginn unseres Tagebuches habe ich übe den weiten Weg geschrieben, den wir gerade begehen. Heute, zweieinhalb Monate später, sind wir den Weg ein Stückchen weitergegangen. Wir haben schon einiges erlebt, haben uns an das unterwegs sein gewöhnt. Die Schuhe sind eingelaufen, die Muskeln an das tägliche Laufen gewöhnt, aber es gibt noch viele Kilometer zu gehen. Viele kürzere und längere Etappen. Jede Etappe muss bedacht werden, die Ziele wohl überlegt sein. Und da ist immer die Frage: „Kann ich das Ziel erreichen?“
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass man ein großes Ziel leichter erreichen kann, wenn man sich Zwischenziele steckt. Immer wieder schauen, welches Ziel kann ich als Nächstes in Angriff nehmen. Es kann und es wird noch Unvorhersehbares auf dem Weg passieren. Da knickst man um, da werden Abriebstellen an den Schultern bewusst, da geht einem mal das Wasser aus. Und das Ganze kann nicht nur einem selbst passieren, sondern auch den Menschen, mit denen man unterwegs ist.
Auch wenn man selbst vielleicht von Corona verschont bleibt, hat man nicht immer im Griff, ob auch die eigenen Eltern, Kinder oder Freunde verschont bleiben.
010Eine Theorie besagt, dass man jeden Menschen auf der Welt über sieben andere Personen kennt. Ich glaube, dass es diese 7 Personen nicht braucht, um auf eine Person zu treffen, die von Corona direkt oder indirekt betroffen ist. Schnell ist – jedenfalls für mich – dieser Weg denkbar. Ich habe Freunde und Bekannte in Frankreich, Italien, den USA und anderen Ländern und denke, es wird den meisten von ihnen ähnlich gehen. Einige in unseren Gemeinden haben Kontakte nach Brasilien, dem Land, das zurzeit wohl am stärksten gefährdet ist. Über all diese Kontakte könnten wir sehr schnell in Beziehung kommen mit dem Virus oder von diesem Betroffenen. Dies sollten wir immer bedenken und auch vermitteln, wenn wir mit Menschen in Kontakt kommen, die die Gefahr nicht sehen oder sehen wollen.
Ich rufe ihnen allen ein herzliches „Ultrya“ zu. Diesem „Vorwärts“ folgen die Pilger auf dem Jakobsweg. Gehen wir also den Weg, der vor uns liegt.

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Bitte, denken sie auch an die Menschen in ihrer Umgebung, die nicht über einen Internetzugang verfügen und drucken sie das Kirchentagebuch aus und werfen es ihren Nachbarn, Freunden und Bekannte bei einem kleinen Spaziergang in den Briefkasten!
Vielen Dank!