Katholische Pfarrgemeinde

in Frankfurt - Nied "Mit Gott für die Welt"

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Manger Ruben kl 300x200Heilige des Bistums

Heute am 200. Geburtstag der Heilligen Maria Katharina Kasper (1820 – 1898) möchte ich mal einen Blick auf die heiligen Frauen unseres Bistums werfen. Als „jüngste“ unter den Heilligen des Bistums dürften vielen die Bilder ihrer Heiligsprechung am 14. Oktober 2018 noch vor Augen sein. Als Gründerin der „Dernbacher Schwestern“ hat sie bis heute eine Wirkung in unserem Bistum und weit darüber hinaus. Ihr lagen – in der Nächstenliebe begründet – die Armen, Kranken und Kinder am Herzen, die zu dieser Zeit am äußersten Rand der Gesellschaft lebten. Bildung und Pflege sind heute die großen Leistungen des Ordens, der in Europa, Asien, Afrika, Nord- und Südamerika tätig ist.
Die älteste Heilige der Bistumsheiligen ist Helena (248/250 – 330 n. Chr.), die Mutter von Kaiser Konstantin. Sie ist vor allem dadurch bekannt, dass sie in hohem Alter ins Heilige Land reiste, um dort den Spuren Jesu zu folgen. In Jerusalem ließ sie Grabungen beauftragen, deren Resultat der vermutete Fund des Kreuzes Jesu ist. Im Limburger Diözesanmuseum befindet sich die Staurothek mit einer Kreuzreliquie. Diese können sie sich im Gotteslob ansehen. Sie finden diese als Titelbild des Limburger Anhangs. (Die Lieder ab Nummer 700).
Die beiden letzten Heiligen sind Elisabeth von Schönau und Hildegard von Bingen. Beide lebten im 12. Jahrhundert und hatten Kontakt zueinander. Von beiden ist überliefert, dass sie Visionen hatten.
In Elisabeths Visionen sprach Maria, die Mutter Jesu zu ihr. Sie starb sehr jung und wurde in Schönau und der Umgebung schnell verehrt und schließlich im Jahr 1584 in den römischen Heiligenkalender aufgenommen.
Hildegard von Bingen hatte nicht nur Visionen, sondern war auch eine der großen Universalgelehrten und eine der ersten Mystikerinnen des Mittelalters. Ihre Schriften zu Musik, Natur, Medizin und Religion werden noch heute gelesen und rezipiert. 2012 wurde sie von Benedikt XVI. als vierte Frau zur Kirchenlehrerin erhoben.
Alle vier Frauen sind bis heute Vorbilder.
Heilige Katharina Kasper, du standst den Menschen am Rand der Gesellschaft bei, lass uns von dir lernen, die Menschen am Rand zu sehen.
Heilige Helena, du warst überzeugt, Christi Kreuz zu finden, lass uns Orte, an denen wir mit Gott verbunden sein können.
Heilige Elisabeth von Schönau, in deinen Visionen hat Gott zu dir gesprochen. Lass uns seine Stimme in unserer Gegenwart hören und vernehmen.
Heilige Hildegard, dein Wissendurst scheint unermesslich, du wolltest den Manschen und die Natur verstehen.
Amen.

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Bitte, denken sie auch an die Menschen in ihrer Umgebung, die nicht über einen Internetzugang verfügen und drucken sie das Kirchentagebuch aus und werfen es ihren Nachbarn, Freunden und Bekannte bei einem kleinen Spaziergang in den Briefkasten!
Vielen Dank!