Katholische Pfarrgemeinde

in Frankfurt - Nied "Mit Gott für die Welt"

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Liebe Leserinnen und Leser,
Der heutige Tagebucheintrag ist von:
Pater Roger Abdel Massih CML

Freitag, 1. Mai 2020

 

 

 

 

 

 

 

VogelLetzte Woche habe ich ein Bild im Internet gefunden. Es entstand in der Kirche in Rheine-Hauenhorst. Dort hat ein Rotkehlchen im Weihwasserbecken sein Nest gebaut.
[Das Bild ist urheberrechtlich geschützt. Sie finden es bei der Zeitung MV online unter folgendem externen Link ]

Ich war gerührt! In unseren Kirchen, bzw. allen Kirchen in ganz Deutschland, haben wir die Entscheidung getroffen, in Corona- Zeiten kein Weihwasser in die Becken zu füllen. Nun entsteht ausgerechnet an diese Stelle „ein neues Leben“.
Das Weihwasser im Becken am Tor der Kirche soll uns an unsere Taufe erinnern, an das neue Leben, „ die neue Geburt“ im Geiste erinnern. Ist das ein Zufall?
Ein sehr weiser Priester, den ich in Warburg gekannt habe, Pfr. Hermann Daniel, hat mir einmal einen Witz erzählt: es gibt keine Zufälle, nur die Kellertür fällt zu 😊.
Das Rotkehlchen - Nest ist für mich ein Zeichen geworden: Egal, wie die Umstände sich verändern, der Kern, das Herz, die Botschaft bleibt dieselbe! Mit dem Weihwasser bekreuzige ich mich, das Kreuz Jesu ist das Zeichen des Lebens.
Selbst wenn das Weihwasser dort jetzt eingetrocknet ist: dieses winzig kleine Tier, dass sich dort eingenistet hat, verkündet die Botschaft weiter.
Der 1. Mai ist der Anfang des Marien- Monats; durch das Ja-Wort Mariens ist das Ewige Wort, das Wort Gottes, Fleisch geworden, „das Wort ist Leben geworden“
Wir feiern das Leben mit Maria und verkünden weiter diese Botschaft und beten mit Maria:
Meine Seele preist die Größe des Herrn, und mein Geist jubelt über Gott, meinen Retter. Denn auf die Niedrigkeit seiner Magd hat er geschaut. Siehe, von nun an preisen mich selig alle Geschlechter. Denn der Mächtige hat Großes an mir getan, und sein Name ist heilig. Er erbarmt sich von Geschlecht zu Geschlecht über alle, die ihn fürchten. Er vollbringt mit seinem Arm machtvolle Tataen: er zerstreut, die im Herzen voll Hochmut sind; er stürzt die Mächtigen vom Thron und erhöht die Niedrigen. Die Hungernden beschenkt er mit seinen Gaben und läßt die Reichen leer ausgehn. Er nimmt sich seines Knechtes Israel an und denkt an sein Erbarmen, das er unseren Vätern verheißen hat, Abraham und seinen Nachkommen auf ewig. (Magnifikat, Bibelstelle: Lukas 1, 46-55)

 

Bitte, denken sie auch an die Menschen in ihrer Umgebung, die nicht über einen Internetzugang verfügen und drucken sie das Kirchentagebuch aus und werfen es ihren Nachbarn, Freunden und Bekannte bei einem kleinen Spaziergang in den Briefkasten!
Vielen Dank!