Stefan HoferLiebe Leserinnen und Leser,
am heutigen 3. Sonntag der Osterzeit agieren wir immer noch vorsichtig und es sieht so aus als ob es eine ganze Zeit lang so bleiben würde. Im Evangelium (Joh 21,1-14) haben wir es aber mit jemandem zu tun, der gar nicht vorsichtig ist, Petrus. Wir kennen ihn als einen, der sich mehr wagt, als er kann, indem er versucht über das Wasser zu laufen und kleingläubig scheitert, und als einer der vollmundig verkündet, er steht zu Jesus, um ihn kurz danach dreimal zu verleugnen. Doch heute geht er wieder fischen, so wie damals als er Jesus zum ersten Mal begegnet ist. Doch: diese Begegnung verläuft anders. Ein Jünger, der, den Jesus liebte, erkennt den Auferstandenen und sagt zu Petrus: Es ist der Herr! Und Petrus hält nichts mehr, er springt in den See und holt alle Fische rein. Er strotzt vor Energie und zieht das Netz an Land mit 153 Fischen. Eine symbolische Zahl, die auf die Anzahl aller damaligen bekannten Völker hinweist und auch mathematisch eine interessante Zahl ist. Die Summe der Zahlen von 1 bis 17 ergibt 153. Petrus ist jedenfalls erfüllt von neuer Kraft und neuem Geist. Das hört man auch in dem Abschnitt der Apostelgeschichte, der heutigen Lesung (Apg 2, 14.22-33). Und daraus wird dieser Petrus wie er uns heute überliefert ist, der nach Rom geht, den Glauben verkündet, ein Anführer ist und für seinen Glauben in den Tod geht. Was für eine Verwandlung.
Ich wünsche Ihnen, dass Sie in der jetzigen „Ruhe“ Kraft finden für Ihre Verwandlung, für Ihren Weg, für Ihre Energie.
Einen gesegneten Sonntag wünscht Ihnen
Stefan Hofer, Pastoralreferent

 

Bitte, denken sie auch an die Menschen in ihrer Umgebung, die nicht über einen Internetzugang verfügen und drucken sie das Kirchentagebuch aus und werfen es ihren Nachbarn, Freunden und Bekannte bei einem kleinen Spaziergang in den Briefkasten!
Vielen Dank!