Katholische Pfarrgemeinde

in Frankfurt - Nied "Mit Gott für die Welt"

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Monika SjpgOstersonntag
Osterfreude?
Die Frauen, die das Grab leer fanden, waren zunächst mal erschrocken und voll Furcht, da war nichts von Osterfreude! Natürlich dachten sie an das naheliegende, jemand hat den Leichnam ihres Freundes Jesus weggenommen!
Sie brauchten Hilfe zum Verstehen: beim Evangelisten Matthäus ist es der Engel, der den Frauen die Botschaft von der Auferstehung Jesu sagt und ihnen den Auftrag gibt, das den Jüngern zu verkünden; im Johannesevangelium ist es der Auferstandene selbst, der Maria aus Magdala begegnet, erst mal erkennt sie ihn gar nicht. Dann, als Jesus sie bei ihrem Namen ruft „Maria“, ist alles klar, jetzt weiß sie, wer zu ihr spricht. Festhalten kann sie ihn nicht, aber der Auferstandene gibt ihr den Auftrag, den Jüngern zu verkünden, dass er zu Gott, zum Vater geht.
Es sind Frauen, deren Namen in den Evangelien genannt werden, die Jesus, wie die Jünger auch, begleitet haben. Es sind Frauen, wieder namentlich genannt, die unter dem Kreuz beim sterbenden Jesus ausharren, trotz aller Gefahren. Und es sind die Frauen, bei ihnen immer Maria aus Magdala, die den Auftrag zur Verkündigung erhalten.
Frauen in der Kirche heute wird dieser Auftrag hochoffiziell verwehrt, wie kann das sein? Es wird Zeit, dass die Kirche sich auf ihre Wurzeln besinnt, und, wie der Auferstandene Jesus damals, Frauen und Männer offiziell und amtlich aussendet, die frohe Botschaft zu verkünden.
Wenn ich bei meinem Namen gerufen werde, ist klar, ich bin wirklich gemeint. Maria aus Magdala war gemeint, jede und jeder von uns ist wie sie vom Auferstanden beim Namen gerufen. Er meint jede und jeden von uns und er sendet jede und jeden von uns, die frohe Botschaft in die Welt zu bringen: Jesus hat den Tod überwunden, der Tod, in all seinen unterschiedlichen Weisen, hat keine end-gültige Macht mehr über uns.
Halleluja! Gesegnete Ostern voll Freude und Hoffnung!
Monika Stanossek

Eine Bitte: Nicht alle unsere Gemeindemitglieder haben die Möglichkeit, unser Tagebuch online zu verfolgen. Falls Sie jemanden kennen, der nicht im Internet ist: Drucken Sie den Text aus und bringen sie ihn (vielleicht bei einem Spaziergang?) vorbei. Vielen Dank!