Katholische Pfarrgemeinde

in Frankfurt - Nied "Mit Gott für die Welt"

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Juraj Sabados

 

 

von Juraj Sabados

 

In einer für Jesus sehr schweren Situation ruft er, einsam und verlassen, zum Vater: „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen.“ (Mk 15, 34). Dies sind die letzten Worte Jesu.
Gott und alle seine Freunde sind irgendwie weg. Jesus fühlt: ich bin ganz allein in dieser Lage, ratlos, kraftlos, zu schwach um Gottes Wille zu erfüllen.

Ich denke, ganz Ähnliches erleben auch wir immer wieder. Besonders in diesen Tagen. Irgendetwas zwischen Gott ist nah und Gott ist fern.

Heute möchte ich mit Ihnen ein Gebet teilen, das ich gerne bete:

Nah und fern
Manchmal war ich sicher,
dass du mir nah bist,
und oft warst du für mich unendlich fern.
Wenn ich meinte,
den sicheren Weg gefunden zu haben,
um deine Nähe zu spüren,
dann warst du wie weggeblasen
aus meinem Leben.
Wenn ich meinte,
allein stark zu sein,
entfernte ich mich immer weiter von dir.
Aber wenn ich verzweifelt war,
dann spürte ich deine Nähe
und deinen lebendigen Atem.

Jetzt stehe ich vor dir,
allein in meiner Not und meinen Schmerzen,
unfähig, den Weg zu dir zu gehen
oder Mut und Stärke zu beweisen.
Ich stehe vor dir, verzweifelt –
Und deiner Liebe gewiss.
(Aus dem Buch: „Dir neu begegnen“ von Rainer Haak)

Trotz allem vertraut Jesus seinem Vater: „Vater, in deine Hände lege ich meinen Geist.“ (Lk 23,46).
Nah oder fern - egal. Ich möchte so weiter gehen. Immer im Vertrauen darauf: Gott weiß!

 

Eine Bitte: Nicht alle unsere Gemeindemitglieder haben die Möglichkeit, unser Tagebuch online zu verfolgen. Falls Sie jemanden kennen, der nicht im Internet ist: Drucken Sie den Text aus und bringen sie ihn (vielleicht bei einem Spaziergang?) vorbei. Vielen Dank!