Katholische Pfarrgemeinde

in Frankfurt - Nied "Mit Gott für die Welt"

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von Ralf Albensoeder

 

 

 

I

 

Blasius 2In dieser Woche wird wieder in den Kirchen der Blasiussegen gespendet. Welch ein eindrucksvolles Geschehen, wenn mit den 2 gekreuzten Kerzen einem der Segen zugesprochen wird.

Der allmächtige Gott schenke dir Gesundheit und Heil.
Er segne dich auf die Fürsprache
des heiligen Blasius
durch Christus, unsern Herrn.

Machen wir uns nichts vor, der Blasiussegen ist keine Krankenversicherung (Als Kind habe ich oft genug Tage später meine Erkältung mit Halsschmerzen bekommen).

Aber es ist und bleibt Gottes Zusicherung, dass er bei mir ist in gesunden und in kranken Tagen und mein Heil will

Das bekomme ich zugesagt – und dann drehe ich mich um – irgendwie ist dieses Umdrehen der Ruf: „Und jetzt geh in Alltag mit dem Segen und sei Segen“. Heil nicht nur für mich!

Wie zum Segen werden?

Ein altes Gebet aus dem 14. Jahrhundert kann da uns auf die Spur führe;

Christus hat keine Hände,
nur unsere Hände,
um seine Arbeit heute zu tun.
Er hat keine Füße,
nur unsere Füße,
um Menschen auf
seinen Weg zu führen.
Christus hat keine Lippen,
nur unsere Lippen,
um Menschen von
ihm zu erzählen.
Er hat keine Hilfe,
nur unsere Hilfe,
um Menschen an
seine Seite zu bringen.

Rolf Mueller portrait 2

von Rolf Müller

 

 

Den „Turn – around“ schaffen

Viele spüren es intuitiv: So wie vorher kann es nach der Corona – Krise eigentlich nicht weiter gehen. Ich hoffe sehr, dass viele Menschen, unsere Gesellschaft, unsere Kirche und auch ich selbst nach einer hoffentlich baldigen Bewältigung dieser Pandemie einen „Turn – around“ schaffen. Denn so sagt man das heute, wenn man Veränderungen meint.
Beispiele für einen nötigen „Turn – around“ fallen mir genügend ein. Wir selbst brauchen einen „Turn – around“ in unserem Umgang miteinander. Es war oft schön in den letzten Monaten zu bemerken, wie sich Menschen um andere gekümmert haben. Unsere Hilfsangebote der Gemeinde zum Einkaufen wurden zum Beispiel kaum in Anspruch genommen, weil sich sehr schnell aktive Nachbarschaften und gute Familien- und Freundesverbindungen gezeigt oder gebildet haben. Das hat gezeigt: Es ist viel möglich, wenn Hilfe tatsächlich gebraucht wird. Ich hoffe sehr, dass diese Achtsamkeit für den Nächsten bestehen bleiben wird!
Wir brauchen einen „Turn – around“ bei der Sorge um die Klimakatastrophe, die sich unübersehbar anbahnt, wenn wir unser Verhalten nicht nachhaltig ändern. Die Pandemie hat gezeigt, zu welchen Maßnahmen wir in Bezug auf unseren Lebensstil fähig sind, wenn es sein muss. Kann uns nicht auch Ähnliches für einen Lebensstil gelingen, der auch zukünftigen Generationen ein Leben in einer intakten Umwelt ermöglicht? Dasselbe trifft auch auf einen Lebensstil zu, der mehr Gerechtigkeit für die Menschen auf der ganzen Welt zum Inhalt hat. Wir müssen immer mehr darauf achten, wer die Verlierer unserer Art zu leben überall sind.
Einen „Turn – around“ braucht auch unsere Kirche dringend. Viel zu oft habe ich in den letzten Monaten gesehen, wo wir als Kirche nicht mehr systemrelevant für viele Menschen sind. Wir müssen (wieder) genau hinschauen, wie wir nahe bei den Menschen sein können, die uns brauchen. Genau das soll uns leiten wenn wir in diesen Tagen anfangen zu überlegen, wie wir unsere neue Großpfarrei gestalten können.
Ich weiß ganz genau: Jeder „Turn – around“ fängt bei mir selbst an. Im Sonntagsevangelium von heute fordert mich Jesus genau dazu auf: „Kehrt um und glaubt an das Evangelium“ (Mk 1, 15). Es ist der Satz, der schon bald bei der Austeilung des Aschenkreuzes zu Beginn der „Umkehrzeit“ gesagt wird. Während dieser Zeit der Corona – Krise wird mir besonders klar, wie wichtig diese Aufforderung Jesu ist. Aber Jesus fordert nicht nur auf, er macht auch Mut: „Denn das Reich Gottes ist nahe“. Das heißt für mich: Gott ist nicht weit weg, seine Welt, in der es sich für alle zu leben lohnt, ist auch schon mit ersten kleinen Schritten zu erspüren. „Umkehr“ – das eigentliche Wort für „turn around“ – ist machbar und tut gut!

Harald Stuntebeck

von Dr. Harald Stuntebeck

 

 

 

Mit den Sternsingern, Kindern helfen…
Beispielland Ukraine.

An diesem Wochenende sind in vielen unserer Kirchen die Sternsinger zu Gast. Und doch ist vieles ganz anders als in den vergangenen Jahren.
Wir tragen noch immer die Folgen der Corona-Pandemie und müssen die Hygieneregeln befolgen, die zum Schutz vor der Übertragung des Corona-Virus dringend erforderlich sind. Deshalb können die Sternsinger nicht persönlich in die Häuser kommen. Und doch sollen alle den Segensaufkleber für ihre Türen bekommen und die Möglichkeit haben die Projekte der Sternsinger zu unterstützen.
Das Beispielland der Sternsinger-Aktion ist in diesem Jahr die Ukraine. Dort steht die Hilfe für Kinder von Arbeitsmigranten im Mittelpunkt. Ein Beispiel hierfür ist Maxim:

Die Eltern vermissen! Dieses Gefühl begleitet viele Kinder in der Ukraine jeden Tag – manchmal monatelang. Ihre Eltern müssen zum Arbeiten ins Ausland gehen, weil sie in der Ukraine keine Arbeit finden - oder weil sie vor Ort so wenig Geld verdienen, dass die Familien kaum davon leben können. Auch Maxim geht es so. Im Caritas-Zentrum finden er und andere Kinder Trost und Halt – auch dank der Unterstützung der Sternsinger. Unter dem Motto "Kindern Halt geben - in der Ukraine und weltweit" nimmt die Aktion Dreikönigssingen 2021 Kinder wie Maxim in den Blick.

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Stern 2

 

 

 

 

 

 

 

 

Manchmal ist Maxim in Gedanken weit weg. Dann wünscht er sich vielleicht, nach Polen zu reisen, oder nach Russland. Beides liegt viele Kilometer entfernt vom Städtchen Kolomyja, im Westen der Ukraine, wo Maxim mit seinen Halbgeschwistern Tetjana, Denis und dem Cousin Kostja bei seiner Oma wohnt.
Maxim sieht seine Eltern manchmal ein Jahr nicht
Maxims Mutter arbeitet in Polen, sein Vater in Russland. Beide können nur sehr selten zu Besuch kommen. Die Reise ist teuer. „Maxim vermisst seine Eltern sehr“, sagt seine Oma Anna. Bis zum Sommer hatte Maxim seine Eltern ein Jahr nicht gesehen. Im Juni war dann seine Mutter zu Besuch, musste aber nach wenigen Tagen schon wieder zurück zu ihrer Arbeitsstelle in Polen. Trost findet der Elfjährige im Caritas-Zentrum. „Hier habe ich viel Spaß“, erzählt er.
Im Zentrum trifft er nach der Schule seine Freunde, macht Hausaufgaben, spielt, bastelt, lacht und scherzt. Und er geht seinen Hobbys nach: Malen, Fußball, Origami und Schach. „Beim Schach gewinne ich meistens“, sagt Maxim, und lächelt.

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Bilder und kursiver Text von der Sternsinger-Aktion

Wie kann ich die Sternsinger unterstützen?
Wenn Sie auch in diesem Jahr die Sternsinger unterstützen wollen, können Sie das durch eine Spende auf das Konto ihrer Gemeinde tun, geben Sie als Verwendungszweck „Sternsinger“ an. Wir stellen Ihnen eine Spendenquittung aus und leiten das Geld weiter.
Die Bankverbindungen über die Sie spenden können finden Sie als Anhang zum Wochenwort

Wie kann ich den Segensaufkleber für die Haustür bekommen?
Den Segensaufkleber für die Haus- und Wohnungstüren können Sie nach den Gottesdiensten an diesem oder in einigen Kirchen am nächsten Wochenende erhalten, oder Sie sprechen uns in den Pfarrbüros an.

Ich wünsche Ihnen, den Sternsingern und ihren Projekten ein frohes, gesegnetes und gesundes Neues Jahr 2021

Ihr


Dr. Harald Stuntebeck

Die Bankverbindungen unserer Gemeinden für die Sternsinger-Aktion lauten:

Maria Hilf IBAN DE57 5005 0201 0000 4072 91
BIC: HELADEF1822

St. Gallus IBAN DE78 5005 0201 0000 4052 64
BIC: HELADEF1822

St. Pius IBAN DE77 5005 0201 0000 4003 35
BIC HELADEF1822

St. Markus Nied IBAN DE48 5005 0201 0000 4046 40
BIC HELADEF1822

Mariä Himmelfahrt Griesheim IBAN DE71 5005 0201 0000 1253 51
BIC: HELADEF1822

St. Hedwig Griesheim IBAN DE71 5005 0201 0000 1253 51
BIC: HELADEF1822

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Von Pater Roger Abdel Massih CML

 

 

 

 

 

 

Fürchte Dich nicht, Du kleine Herde… (Lk 12,32)

„Neu Infektion Zahlen steigen…, auch Todesfälle.“ In den Medien und Nachrichten hören wir: „Verschärfte Maßnahmen, Inzidenz, 15 Km Beschränkung der Bewegungsfreiheit, Impfstoff wurde nicht genug produziert und es gibt eine Reihenfolge wo ich eher nicht mal in den nächsten 6 Monaten dran bin, … „ „Finanziell darf ich aktuell nicht darüber nachdenken, denn es ist wie ein schwarzes Loch“ … „FAKE NEWS überall“ „Ich bin Einsam“.
All das, und ich höre und lese das Wort in der Bibel „Fürchte Dich nicht, Du kleine Herde…“ Wie geht das?

Zu Anfang des vorletzten Jahrhunderts
geriet ein Segelschiff in einen schweren
Sturm, der tagelang anhielt und die
Passagiere und Besatzung mit großer Sorge
erfüllte. Sie fürchteten das Schlimmste und
waren voller Angst. Nur ein kleiner Junge
spielte auf Deck, als gäbe es keine
besonderen Vorkommnisse. Er war wie ein
Ruhepol und machte die Menschen
neugierig, sodass ihn schließlich jemand
fragte, ob er denn keine Angst vor dem
Sturm und einem Untergang hätte. Die
Antwort des Jungen lautete ganz einfach:
„Nein, denn mein Papa ist der Kapitän!“

Das Wort „Mein Papa ist der Kapitän“ hat mir ein paar Tränen in die Augen gesetzt… in diesen dunklen Zeiten, das Vertrauen auf Ihn zu setzen, auch in diesem Leben, gibt mir Halt und Stärke, denn all das andere „Impfstoff, Schutzmaßnahmen, …“ sind kleine Lichter, aber geben mir keine richtige Freude in meinem Leben, nur Er „Dein und Mein Papa“ schenkt unserem Leben ein Ziel und genug Licht um das Leben, und dies in der Fülle, zu haben.

Ich lade Sie ein, diese Worte vom Charles de Foucauld, selbst wenn Sie schwer klingen, mit mir zu beten:

Mein Vater,
ich überlasse mich dir,
mach mit mir, was dir gefällt.
Was du auch mit mir tun magst, ich danke dir.

Zu allem bin ich bereit,
alles nehme ich an.
Wenn nur dein Wille sich an mir erfüllt
und an allen deinen Geschöpfen,
so ersehne ich weiter nichts, mein Gott.

In deine Hände lege ich meine Seele;
ich gebe sie dir, mein Gott,
mit der ganzen Liebe meines Herzens,
weil ich dich liebe,
und weil diese Liebe mich treibt,
mich dir hinzugeben,
mich in deine Hände zu legen, ohne Maß,
mit einem grenzenlosen Vertrauen;
denn du bist mein Vater.

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von Monika Stanossek

 

 

Seit dem 3. Adventswochenende hängen im Gallus an allen Kirchen und Moscheen Banner mit diesem Aufdruck:

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Jedes Leben zählt. Dafür stehen wir zusammen ein. Eine gemeinsame Aktion der muslimischen und christlichen Gemeinden aus dem Gallus mit dem Arbeitskreis Interkultureller Dialog.

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In den vergangenen Jahren gab es immer wieder mal ein gemeinsames Banner mit Aussagen, die für Muslime wie für Christen Grundlage ihres Glaubens und Lebens sind. Nun, nach längerer Pause, wieder ein Banner mit einer solch grundlegenden Botschaft, die in unsere Zeit und gesellschaftliche Situation passt, in das, was wir im letzten Jahr miterleben mussten: rechte und rassistische Gewalt, die so viele Opfer forderte, Flucht von Menschen, die im Tod im Mittelmeer endete, die Pandemie, die uns im Griff hat und die viele Menschen weltweit in Hunger und Elend stürzt, und und und …

Dagegen steht diese Botschaft und erinnert uns, dass es unser Teil ist, uns einzusetzen, dass Menschen in Frieden, Freiheit, Sicherheit und Gerechtigkeit leben können. ‚Jedes Leben‘ schließt auch das Leben von Tieren und Pflanzen ein. Wir erkennen immer mehr, wie sehr alles was lebt, miteinander verbunden ist und voneinander abhängt. So ist es lebens-notwendig, uns um die Erhaltung der Schöpfung zu bemühen. Als einzelne Menschen können wir nur im Kleinen etwas tun und doch macht es Sinn, den eigenen Lebensstil zu verändern, denn auch das hat Wirkung. Als Gemeinden können wir Zeichen setzen und durch die Wahlen in diesem Jahr entscheiden wir Wähler*innen, welche Pläne und Programme Politik werden. Wir sind nicht ohnmächtig! Gehen wir mit Mut und Hoffnung in das neue Jahr: Gott geht alle unsere Wege mit uns! Möge sein Segen uns begleiten durch die Tage des Jahres 2021!

Gott, segne uns!

Der Du Vater bist und Mutter:

Wirf Deinen zärtlichen Blick auf uns

und die ganze Welt.

Der Du Weggefährte bist,

Bruder und Freund

und Jesus von Nazareth heißt:

Nimm uns bei der Hand und für uns Wege,

die zum Leben führen.

Der Du Geist bist und Licht, Liebe und Leben

und uns allen ins Herz gegeben bist:

Lass Dich uns erfahren als kostbaren Schatz.

Anton Rotzetter