Katholische Pfarrgemeinde

in Frankfurt - Nied "Mit Gott für die Welt"

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Harald Stuntebeck

von Dr. Harald Stuntebeck

 

 

 

Mit den Sternsingern, Kindern helfen…
Beispielland Ukraine.

An diesem Wochenende sind in vielen unserer Kirchen die Sternsinger zu Gast. Und doch ist vieles ganz anders als in den vergangenen Jahren.
Wir tragen noch immer die Folgen der Corona-Pandemie und müssen die Hygieneregeln befolgen, die zum Schutz vor der Übertragung des Corona-Virus dringend erforderlich sind. Deshalb können die Sternsinger nicht persönlich in die Häuser kommen. Und doch sollen alle den Segensaufkleber für ihre Türen bekommen und die Möglichkeit haben die Projekte der Sternsinger zu unterstützen.
Das Beispielland der Sternsinger-Aktion ist in diesem Jahr die Ukraine. Dort steht die Hilfe für Kinder von Arbeitsmigranten im Mittelpunkt. Ein Beispiel hierfür ist Maxim:

Die Eltern vermissen! Dieses Gefühl begleitet viele Kinder in der Ukraine jeden Tag – manchmal monatelang. Ihre Eltern müssen zum Arbeiten ins Ausland gehen, weil sie in der Ukraine keine Arbeit finden - oder weil sie vor Ort so wenig Geld verdienen, dass die Familien kaum davon leben können. Auch Maxim geht es so. Im Caritas-Zentrum finden er und andere Kinder Trost und Halt – auch dank der Unterstützung der Sternsinger. Unter dem Motto "Kindern Halt geben - in der Ukraine und weltweit" nimmt die Aktion Dreikönigssingen 2021 Kinder wie Maxim in den Blick.

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Manchmal ist Maxim in Gedanken weit weg. Dann wünscht er sich vielleicht, nach Polen zu reisen, oder nach Russland. Beides liegt viele Kilometer entfernt vom Städtchen Kolomyja, im Westen der Ukraine, wo Maxim mit seinen Halbgeschwistern Tetjana, Denis und dem Cousin Kostja bei seiner Oma wohnt.
Maxim sieht seine Eltern manchmal ein Jahr nicht
Maxims Mutter arbeitet in Polen, sein Vater in Russland. Beide können nur sehr selten zu Besuch kommen. Die Reise ist teuer. „Maxim vermisst seine Eltern sehr“, sagt seine Oma Anna. Bis zum Sommer hatte Maxim seine Eltern ein Jahr nicht gesehen. Im Juni war dann seine Mutter zu Besuch, musste aber nach wenigen Tagen schon wieder zurück zu ihrer Arbeitsstelle in Polen. Trost findet der Elfjährige im Caritas-Zentrum. „Hier habe ich viel Spaß“, erzählt er.
Im Zentrum trifft er nach der Schule seine Freunde, macht Hausaufgaben, spielt, bastelt, lacht und scherzt. Und er geht seinen Hobbys nach: Malen, Fußball, Origami und Schach. „Beim Schach gewinne ich meistens“, sagt Maxim, und lächelt.

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Bilder und kursiver Text von der Sternsinger-Aktion

Wie kann ich die Sternsinger unterstützen?
Wenn Sie auch in diesem Jahr die Sternsinger unterstützen wollen, können Sie das durch eine Spende auf das Konto ihrer Gemeinde tun, geben Sie als Verwendungszweck „Sternsinger“ an. Wir stellen Ihnen eine Spendenquittung aus und leiten das Geld weiter.
Die Bankverbindungen über die Sie spenden können finden Sie als Anhang zum Wochenwort

Wie kann ich den Segensaufkleber für die Haustür bekommen?
Den Segensaufkleber für die Haus- und Wohnungstüren können Sie nach den Gottesdiensten an diesem oder in einigen Kirchen am nächsten Wochenende erhalten, oder Sie sprechen uns in den Pfarrbüros an.

Ich wünsche Ihnen, den Sternsingern und ihren Projekten ein frohes, gesegnetes und gesundes Neues Jahr 2021

Ihr


Dr. Harald Stuntebeck

Die Bankverbindungen unserer Gemeinden für die Sternsinger-Aktion lauten:

Maria Hilf IBAN DE57 5005 0201 0000 4072 91
BIC: HELADEF1822

St. Gallus IBAN DE78 5005 0201 0000 4052 64
BIC: HELADEF1822

St. Pius IBAN DE77 5005 0201 0000 4003 35
BIC HELADEF1822

St. Markus Nied IBAN DE48 5005 0201 0000 4046 40
BIC HELADEF1822

Mariä Himmelfahrt Griesheim IBAN DE71 5005 0201 0000 1253 51
BIC: HELADEF1822

St. Hedwig Griesheim IBAN DE71 5005 0201 0000 1253 51
BIC: HELADEF1822

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von Monika Stanossek

 

 

Seit dem 3. Adventswochenende hängen im Gallus an allen Kirchen und Moscheen Banner mit diesem Aufdruck:

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Jedes Leben zählt. Dafür stehen wir zusammen ein. Eine gemeinsame Aktion der muslimischen und christlichen Gemeinden aus dem Gallus mit dem Arbeitskreis Interkultureller Dialog.

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In den vergangenen Jahren gab es immer wieder mal ein gemeinsames Banner mit Aussagen, die für Muslime wie für Christen Grundlage ihres Glaubens und Lebens sind. Nun, nach längerer Pause, wieder ein Banner mit einer solch grundlegenden Botschaft, die in unsere Zeit und gesellschaftliche Situation passt, in das, was wir im letzten Jahr miterleben mussten: rechte und rassistische Gewalt, die so viele Opfer forderte, Flucht von Menschen, die im Tod im Mittelmeer endete, die Pandemie, die uns im Griff hat und die viele Menschen weltweit in Hunger und Elend stürzt, und und und …

Dagegen steht diese Botschaft und erinnert uns, dass es unser Teil ist, uns einzusetzen, dass Menschen in Frieden, Freiheit, Sicherheit und Gerechtigkeit leben können. ‚Jedes Leben‘ schließt auch das Leben von Tieren und Pflanzen ein. Wir erkennen immer mehr, wie sehr alles was lebt, miteinander verbunden ist und voneinander abhängt. So ist es lebens-notwendig, uns um die Erhaltung der Schöpfung zu bemühen. Als einzelne Menschen können wir nur im Kleinen etwas tun und doch macht es Sinn, den eigenen Lebensstil zu verändern, denn auch das hat Wirkung. Als Gemeinden können wir Zeichen setzen und durch die Wahlen in diesem Jahr entscheiden wir Wähler*innen, welche Pläne und Programme Politik werden. Wir sind nicht ohnmächtig! Gehen wir mit Mut und Hoffnung in das neue Jahr: Gott geht alle unsere Wege mit uns! Möge sein Segen uns begleiten durch die Tage des Jahres 2021!

Gott, segne uns!

Der Du Vater bist und Mutter:

Wirf Deinen zärtlichen Blick auf uns

und die ganze Welt.

Der Du Weggefährte bist,

Bruder und Freund

und Jesus von Nazareth heißt:

Nimm uns bei der Hand und für uns Wege,

die zum Leben führen.

Der Du Geist bist und Licht, Liebe und Leben

und uns allen ins Herz gegeben bist:

Lass Dich uns erfahren als kostbaren Schatz.

Anton Rotzetter

Thomas Schmidt„Oh, Heiland reiß die Himmel auf“

Dieses alte und schöne Adventslied begleitet mich durch den Advent in diesem Jahr. Der Text stammt von Friedrich Spee und spiegelt die grässliche Situation seiner Zeit: die Grauen des 30-jährigen Krieges und der Hexenverbrennungen. Auch wenn unsere Situation heute nicht die Gleiche ist, gibt es doch ein paar Anknüpfungspunkte, die das Lied in uns zum Klingen bringen kann:

  • „Oh Heiland reiß die Himmel auf“: Eine Perspektive brauchen wir, Wege aus der Krise (konsequente Einhaltung der Regeln und die Impfung), ein Licht am Ende des Tunnels, einen offenen Himmel.
  • „Wo bleibst du Trost der ganzen Welt?“ Ja, wo bleibt jemand, der uns tröstet, er da bleibt und nicht wegläuft. Wo der Tau, der die Blumen zum Blühen bringt? Es ist ein „Trost-Schrei“ (Heribert Prantl), in den wir einstimmen können. Dieses drängende Warten und Hoffen gehört in den Advent
  • „Oh klare Sonn, du schöner Stern, dich wollen wir anschauen gern.“ Diese Perspektive bleibt unser adventlich-weihnachtlicher Horizont. Christus, die Sonne der Gerechtigkeit wird er-scheinen. Das feiern wir an Weihnachten.

Ich weiß, das Lied löst keine Probleme. Das Lied alleine nützt nichts. Aber es kann vielleicht helfen, nicht in die Verzweiflung abzustürzen, auf eine Perspektive des Lebens zu bestehen, die sich hinter der Pandemie wieder eröffnen kann. Es ist das Zeugnis eines leidenden, empörten, gegen Unrecht engagierten und hoffenden Menschen, das uns stärken kann.

Vielleicht singen Sie es noch einmal für sich in den Tagen vor dem Fest. Oder summen es vor sich hin und geben den Bildern im Text die Chance, sich in Ihnen festzusetzen. Wenn dann der Himmel wirklich aufreißt, sind wir schon sensibilisiert für die Sonne, die wieder scheinen will.

Das Lied steht im Gotteslob unter der Nummer 231.

Thomas Schmidt

Juraj Sabados

 

Von Juraj Sabados

 

 

 

 

Die Heilige Familie

Vater, Mutter, Kind.
Drei, die zusammengehören.
Die Nacht ist lang, und ein Kind kostet Kraft. Wo einer nicht mehr kann, packt der andere zu und rechnet seinen Dienst nicht auf.

Zusammen sind sie Heilige Familie.

Meine Familie ist nicht heilig. Wir kennen Unverständnis und Streit, Egoismus und Enttäuschung.
Aber auch Wachsen und Stärken, Ermutigen und Tragen, Lachen und Feiern.
Wir gehören zusammen – in guten und in schlechten Tagen.
Vielleicht sind wir doch auch heilig?

Wie habe ich diesen Weihnachtsabend erlebt?
Habe ich genossen, kann ich genießen, was mir geschenkt wurde – materiell und ideell?
Wem weiß ich mich zugehörig?
Wer steht zu mir? Und zu wem halte ich?
Habe ich für einen Moment lang Gottes Nähe gespürt?

Gebet:

Es ist Heilige Nacht. Man sagt, dies sei das Fest der Familie, das Fest des Friedens.
Danke für das Gute, das ich in der Familie erleben und geben durfte und darf.
Segne mich und uns, du kleiner Jesus, du Lichtblick in unserem Miteinander. Amen.

Verena NitzlingLiebe Leserin, lieber Leser,
heute, am 13. Dezember 2020 feiern wir den dritten Adventssonntag und wir gedenken der heiligen Luzia, deren Name übersetzt „die Leuchtende“ bedeutet.
Die Heilige Luzia wurde im Jahr 286 geboren, lebte in Syrakus auf Sizilien und starb am 13.12.310.
In einer Zeit der Christenverfolgung als viele Christen sich versteckt hielten, versorgte sie diese Menschen in den Katakomben mit Lebensmitteln.
Damit sie die Hände frei zum Tragen hatte, setzte sie sich einen Kranz mit Lichtern auf den Kopf. Als Luzia einen reichen Mann heiraten sollte, weigerte sie sich dieses zu tun, da sie keusch bleiben wollte und löste die Verlobung. Der vor den Kopf gestoßene Mann verriet sie beim Kaiser, woraufhin dieser sie hinrichten ließ.
Heute am dritten Advent und auch bei der Hl. Luzia geht es um das Licht – heute brennen nun drei Kerzen am Adventskranz. Es wird immer heller und das Licht der Kerze schenkt uns Wärme und Vorfreude.
Seit vielen Jahren ist es Tradition, dass die Pfadfinder am dritten Adventssonntag das Friedenslicht aus Bethlehem nach Deutschland bringen.
Dieses von einem Kind in Betlehem entzündete Licht will uns vernetzen und zum friedvollen und gerechten Umgang miteinander auffordern.
Jesus das Licht der Welt. ER will das Leben aller Menschen hell machen.
Licht vermehrt sich, wenn wir es teilen.
Gerade in dieser Zeit ist es wichtig, dass wir aufeinander achten und uns umeinander kümmern. Ich lade Euch und Sie ein, das Friedenslicht in den nächsten Tagen aus den Kirchen mit nach Hause zu nehmen, weiterzugeben und so ein Zeichen zu setzen für unsere Welt. Macht euch auf und werdet Lichtbringerin und Lichtbringer, Friedensbringerin und Friedensbringer, Hoffnungsträgerin und Hoffnungsträger.
Jesus, du bist das Licht der Welt, wir warten auf dein Kommen.
Wir machen uns auf den Weg, um dich in unserer Welt zu finden.
Entzünde uns, damit wir dein Licht, deine Liebe, durch unser Handeln in unsere Welt tragen.
Ich wünsche Ihnen und Euch einen gesegneten dritten Advent und vor allem Gesundheit in diesen Tagen.
Ihre
Verena Nitzling