Katholische Pfarrgemeinde

in Frankfurt - Nied "Mit Gott für die Welt"

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Manger Ruben kl 300x200Wochenwort 28.6.2020
Ruben Manger
Gott ist nichts verborgen – Für ihn ist alles möglich
„Der Weltraum, unendliche Weiten.“ Diese Worte stehen am Anfang aller Star Trek-Folgen. Bis heute schaue ich mir diese Serien mit Begeisterung immer wieder an. Und immer komme ich dabei ins Grübeln über den Begriff „unendliche Weiten“. Dieser Begriff hat sich in der Menschheitsgeschichte immer wieder verändert und geweitet. Und kein Begriff ist mit dem Forscherdrang des Menschen so stark verbunden wie diese zwei Worte.
Bei der Erkundung des amerikanischen Kontinents sprach man von den unendlichen Weiten der Steppe. Heute sind dies immer noch große Flächen, aber der Mensch hat sie inzwischen kartographiert und in Besitz genommen. Der Mensch ist auch in den Weltraum vorgedrungen und es ist nur eine Frage der Zeit, bis er sich auch dort ausbreitet.
Aber der Mensch wird niemals alle Grenzen überwinden. Es wird immer eine neue Grenze geben, auf die der Mensch stoßen wird.
In der Lesung vom gestrigen Samstag hören wir von Abraham und Sara, die in hohem Alter von Gott die Verheißung hören, dass sie innerhalb eines Jahres ein Kind bekommen werden. Das klingt für die beiden unwirklich und nur schwer vorstellbar. Sara lacht innerlich sogar über diese Botschaft, so unglaublich ist sie.


„In jenen Tagen erschien der Herr Abraham bei den Eichen von Mamre. […] er lief ihm […] entgegen, […] und sagte: Mein Herr, wenn ich dein Wohlwollen gefunden habe, geh doch an deinem Knecht nicht vorbei! […] Er fragte ihn: Wo ist deine Frau Sara? Dort im Zelt, sagte er. Da sprach der Herr: In einem Jahr komme ich wieder zu dir, dann wird deine Frau Sara einen Sohn haben. Sara hörte am Zelteingang hinter seinem Rücken zu. Abraham und Sara waren schon alt; […] Sara lachte daher still in sich hinein und dachte: Ich bin doch schon alt und verbraucht und soll noch das Glück der Liebe erfahren? […] Da sprach der Herr zu Abraham: Warum lacht Sara und sagt: Soll ich wirklich noch Kinder bekommen, obwohl ich so alt bin? Ist beim Herrn etwas unmöglich? Nächstes Jahr um diese Zeit werde ich wieder zu dir kommen; dann wird Sara einen Sohn haben. Sara leugnete: Ich habe nicht gelacht. Sie hatte nämlich Angst.[…]“

Gen 18,1-15


Für Gott ist alles möglich, auch das ein Paar im hohen Alter ein Kind bekommt. Gott ist die unendliche Weite, Liebe, Gnade, Freude, Hoffnung. Und schlussendlich ist er auch die unendliche Weite. Ihm bleibt nichts verborgen. Er kennt uns in allen unseren Ängsten und Geheimnissen, all dem Positiven wie dem Negativen und dennoch ist er die unendliche Liebe, die immer zu uns sagt: „Du bist mein geliebtes Kind!“
Ruben Manger