Katholische Pfarrgemeinde

in Frankfurt - Nied "Mit Gott für die Welt"

Suche auf der HP

Ralf Albensoeder 1 218x300

 

von Ralf Albensoeder

 

 

 

 

 

 

 

Zur Geschichte

Christkönig, welch ein Abschluss des Kirchenjahres. Dabei ist es sehr jung. Erst 1925 wurde es zum Gedächtnis der 1600 Jahr Feier des Konzils von Nicäa von Papst Pius XI eingeführt.
Dies ungewohnt politische Fest wurde bis zur Liturgiereform am letzten Sonntag im Oktober gefeiert.
Die Zeit Ende des 19. Anfang des 20. Jahrhunderts war geprägt von vielen Umbrüchen. 1870 hatte der Papst seine weltliche Macht verloren, der Kirchenstaat ist in Italien aufgegangen. Nach dem 1. Weltkrieg sind viele Monarchien von Demokratien abgelöste worden. Die Herrschaft von Kaisern und Königen war der Herrschaft des Volkes gewichen.
Papst Pius XI sah den christlichen Glauben durch die Demokratie gefährdet. So setzte er mit diesem Fest ein Zeichen für die Gläubigen welche Bedeutung Jesus in der Welt und im Universum hat.

Zehn Jahre später wurde in Deutschland dieses Fest für die katholische Jugend von besonderer Bedeutung. Sie hatten bis 1935 an Dreifaltigkeitssonntag den Bekenntnistag mit Prozessionen etc. gefeiert Die Nationalsozialisten legten deshalb das Reichsportfest auf diesen Tag, um ihn  zu verhindern. Daraufhin feierte die katholische Jugend den Bekenntnistag am Christkönigsfest. Welch ein Zeichen in der Herrschaft der Nazis!

 

Christkönig heute:

Vom Verstand kann ich den Titel König verstehen, auch wenn viele Könige nun wirklich keine Vorbilder sind. Aber mit dem Herzen?
Wenn ich an Jesus denke, da fallen mir ganz andere Begriffe ein: Freund, Bruder, Weggefährte, ich nenne ihn beim Namen: Jesus oder Christus.
Als Theologe stehen mir die Begriffe Retter, Heiland, Menschensohn, Sohn Gottes vor Augen, aber wenn ich bete gehören diese, wenn ich ehrlich bin, nicht dazu.
Dann ist Jesus der Bruder, der Freund, der Partner, mein Begleiter. Wie steht es im Johannesevangelium (Joh 15,15): Ich nenne euch nicht mehr Knechte, sondern Freunde.
Wer ist dieser Jeschua ben Joseph, der Mensch aus dem kleinen galiläischen Bergdorf Nazareth. Welche Beziehung habe ich zu ihm?

Als erstes fällt mir sein Name ein, dem wir Christen auch unseren Namen verdanken - Jesus, der Christus.- Er war Jesus, ein Mensch, der wie kein anderer Gott nahe stand, der Christus, der nicht an seinem Gott-Sein festhielt, sondern eben Mensch wurde wie wir - mit Haut und Haaren sich auf uns einließ und die Haut zu Markte trug - der sich in seiner Leidenschaft für uns ans Kreuz hängen ließ, aber nicht im Tod gelassen wurde. So bleibt er auch immer der Jesus von Nazareth, der mit den Menschen fühlt. Und oft will er mir sicherlich näher sein, als ich es manchmal zulassen möchte.
Manchmal nenne ich ihn auch Herr, weil er mir viel voraushat, ich könnte so viel von ihm lernen, was er vorgelebt hat. Aber da wird es schon manchmal schwierig, denn oft diene ich vielen Herren - dem Wohlstand, der Freizeit, dem Ansehen bei anderen - Herren, die mich besitzen wollen.
Und dann spüre ich aber auch wieder, dass Jesus der Herr ist, der mich nicht besitzen will, der mich nicht anherrscht, der nicht der Herr dadurch ist, dass er mich kleinhalten will.
Er ist nicht so ein Herr, der andauernd mir einimpfen will: „Du bist nicht würdig, dass ich eingehe unter dein Dach.“ Ich glaube, wenn wir ihn fragen könnten, will er nicht so sein, dieser Kyrios, der Herr.
„Den einzigen Bruder, den die Menschen je hatten, haben die Prälaten zum Herrn gemacht.“ So hatte es einmal Heinrich Böll gesagt.
Viel mehr glaube ich, dass ich beten kann: „aber sprich nur ein Wort, und meine Seele wird gesund“

Ein Herr, der heilsame Worte weiß, dass ich dort weitersehen kann, wo ich blind bin, das ich wieder laufen lerne, wo ich wie gelähmt war, der auch dann noch bei mir bleibt, wenn alle gegangen sind, vor den ich ohne Masken treten darf, so wie ich bin - mit allen Kanten und Schwächen, aber auch mit den Gaben, den Talenten, die ich geschenkt bekam.
Dann ist er wie ein großer Bruder, der vom Leben reden kann, weil er es selbst gelebt hat, der vielleicht auch dann noch einen Weg kennt, wo ich mir selbst alle Aussichten verbaut habe.
Ein Bruder, von dessen Wort ich mich viel öfters leiten lassen sollte, als ich es tue.
ER ist der Herr und meinetwegen auch König, der mein Leben regieren, nein: leiten soll. Das nicht Corona, Verschwörungstheorien oder sonst was, was das Leben bedroht, einen beherrscht. Sondern der, bei dem es Leben in Fülle gibt. (Joh 10,10)

Anmerkung: Dieses Fest wird übrigens auch in den anglikanischen Kirchen und in vielen englischsprachigen lutherischen Kirchen am letzten Sonntag des Kirchenjahres gefeiert.

Rolf Mueller portrait 2

von Rolf Müller

 

 

Dass das Trauern ferne flieht….

Der November wird von vielen als ein „trauriger Monat“ bezeichnet. Warum das so ist, ist mir intuitiv klar: Die Bäume verlieren ihre Blätter, draußen ist es meist trüb und nass, die Sonne scheint selten und die Tage werden immer kürzer. Die Gedenktage an unsere Toten an Allerseelen, am Volkstrauertag und am Totensonntag liegen wohl nicht umsonst in diesem Monat. In diesem November scheint mir alles noch etwas trauriger zu sein: Durch den Lockdown sind die Restaurants, die Sportvereine und vieles andere mehr nicht mehr zugänglich; viele Begegnungen und Feiern nicht mehr möglich. Es ist für manch einen ein besonders trauriger November im Jahr 2020.

Ein Lied aus unserem Gotteslob spricht mich gerade in diesen Tagen besonders an. Es heißt: „Singt dem Herrn ein neues Lied“ (Gl 409). Der Text der Strophen ruft zum Lob Gottes auf: „Singt dem Herrn ein neues Lied, niemand soll’s Euch wehren. Dass das Trauern ferne flieht, singet Gott zu Ehren.“ In meinen Worten heißt das: Nichts soll mich davon abhalten, Gott zu ehren. Dann wird das Trauern fliehen. Das ist keine einfache Botschaft für mich. Soll das Traurig sein einfach verschwinden, wenn ich anfange, ein Loblied zu singen? Ich weiß nicht, ob das alleine reichen würde. Aber in der dritten Strophe bekomme ich einen guten Hinweis: „Hat er (Gott) nicht zu aller Zeit uns bisher getragen und geführt in allem Streit, sollten wir verzagen?“ Ich verstehe diese Zeilen als eine Aufforderung an mich: Ich soll mich an die Spuren Gottes in meinem Leben erinnern. Was habe ich schon an Schönen, Sinnvollem, Guten erfahren und erlebt? Denn mir geht es da oft wie vielen anderen auch. Ich sehe zuerst das, was nicht so gut läuft, was mich traurig oder wütend macht. Wenn ich mich dagegen an Gottes Spuren in meinem Leben erinnere wird mir klar: Ganz oft habe ich mich von ihm getragen gefühlt. Manchmal auch in schlechten Zeiten. Ich erinnere mich an so manches gute Gespräch und an gute Begegnungen, die mich wirklich gerade dann getröstet haben. Und dann denke ich an die Zusage Gottes, wie sie in dieser dritten Strophe formuliert wird: „Seine Schar verlässt er nicht, und in dieser Zuversicht, darf sie’s fröhlich wagen.“ Diese Zusage gilt, da bin ich mir sicher, auch für uns heute!

Der Liedtext wurde von Alfred Kempf in einer schwierigen Zeit geschrieben, im Jahr 1941. Seine elsässische Heimat war vom nationalsozialistischen Deutschland besetzt, der Krieg bereits im vollen Gange. Es beeindruckt mich, dass der Dichter gerade in dieser sehr traurigen Zeit so ein Lied des Trostes und der Hoffnung geschrieben hat. Umso wichtiger ist mir dieses Lied in diesem November: „Lasst sein Lob durch Wort und Tat täglich neu erschallen“ – diese Zeile aus der 2. Strophe bringt es für mich auf den Punkt. Ich soll Gott mit Worten, aber besonders auch durch Taten loben. Gerade in diesem Jahr fällt mir viel dazu ein: Wir selbst sollen versuchen, einsamen Menschen ein Trost zu sein und aktiv denen zu helfen, die uns brauchen. Denn so können auch andere Menschen durch uns das erfahren, was der Dichter mitten im zweiten Weltkrieg wohl erfahren hat: „Führt auch unser Weg durch Nacht, bleibt doch seines Armes Macht über unserm Wallen.“

Das Wochenwort für diese Woche kommt von Robert Biersack. Er war in den letzten beiden Wochen Pastoralpraktikant in unserem Pastoralen Raum. Herr Biersack ist Theologe und arbeitet im Moment für den Caritasverband in Frankfurt. An dieser Stelle bedanken wir uns bei ihm recht herzlich für sein Engagement in den letzten Wochen!

Hier sein Wochenwort an uns:

 

Biersack

 

 

 

 

Die Heiligen, die wir brauchen!

Wir feiern heute das Hochfest Allerheiligen. Die Heiligen sind keine kleine Gruppe Auserwählter, sondern eine sehr große Schar jener, von der wir annehmen dürfen, dass sie bereits endgültig bei Gott angekommen sind. Zu ihr gehören nicht nur die offiziell von der Kirche Heiliggesprochenen, sondern die Getauften aller Zeiten und Nationen, die versucht haben, mit Liebe und in Treue den Willen Gottes zu erfüllen. Von den meisten von ihnen kennen wir nicht das Antlitz und nicht einmal den Namen.

Wenn wir aber an Heilige denken, kommen uns in der Regel sehr bekannte Heiligengestalten aus den letzten zwei Jahrtausenden in den Sinn, wie etwa Franz von Assisi, Therese von Avila oder Mutter Theresa von Kalkutta. An einem bestimmten Tag im Kirchenjahr denken wir Katholiken in besonderer Weise an sie, rufen sie um Fürbitte bei Gott an und ehren sie.

Am heutigen Festtag Allerheiligen denken wir aber besonders an jene, die nicht groß gefeiert und an die nicht öffentlich erinnert wird, an die große Zahl von Menschen wie du und ich, unsere Schwestern und Brüder, die oft trotz widriger äußerer Umstände in einer tiefen Verbindung mit Gott, dem barmherzigen und unendlich liebenden Vater, lebten und unbeirrt Gutes taten.

Heilige sind Menschen, die Gott an die erste Stelle in ihrem Leben setzen und aus seiner Nähe zu ihm im Gebet immer mehr so denken, fühlen und handeln wie Jesus. Die Kirche sagt, dass Gott, dessen Nähe sie suchten, selbst es ist, der sie mit Glauben, Liebe und Hoffnung erfüllt und ihnen Kraft und Inspiration gibt, sich für ihre Mitmenschen und die Schöpfung einzusetzen. Was die Heiligen auszeichnet, ist, dass sie sich stets neu für ein Leben mit Gott entscheiden. Solche Menschen gibt es auch heute.

Heilige sind Menschen, die sich im Alltag gegen Gleichgültigkeit und die Schwerkraft des Egoismus, den Hass in der Welt mutig und konsequent für die Liebe zum Mitmenschen einsetzten.

Ab morgen gelten in unserem Land verschärfte Corona-Maßnahmen, die weitere Kontaktbeschränkungen mit sich bringen. Wie sehr brauchen wir gerade in den nächsten Wochen Heilige des Alltags, die, mit Gott im Herzen, einen wachen Blick z.B. für die Nöte der Einsamen und Kranken haben, um die sich sonst niemand kümmert.

Rassistische Tendenzen nehmen bei uns zu, Beleidigungen und Diskriminierungen von Angehörigen von Minderheiten werden salonfähig. Wie wichtig ist es da, wenn der oder die Alltagsheilige  dem Pöbler beherzt widerspricht und in die Schranken weist.  

Die Heiligen, die wir an Allerheiligen feiern, gingen einen Weg, der im Himmel angekommen ist, einen Weg, der aber grundsätzlich kein anderer Weg als der unsrige ist.

Auf die Heiligen zu schauen, kann für uns ein Ansporn sein: Auch wir können es schaffen, einmal ganz bei Gott anzukommen. Ja, wir sind von Gott zu diesem Ziel hin geschaffen.

Robert Biersack

Pater Roger Abdel Massih.jpg

 

 

von Pater Roger Abdel Massih

 

 

 

 

„Lebendiger Gott, du lässt Menschen, die leiden, nicht allein.

Schreibe mir ins Herz, dass du bei mir bist.

Öffne mir die Augen für dein Mitgehen.

Wecke in mir die lebendige Hoffnung, dass deine Liebe siegt.“

Diese Worte aus dem Jugendkreuzweg 2008, könnten uns gut begleiten durch diese Zeit des Lockdown. „Wecke in mir die lebendige Hoffnung, dass deine Liebe siegt“.

Hoffnung ist ein Wort, aber ist es mehr als ein Wort! Es ist eine mächtige Kraft in uns, ein Geschenk Gottes an uns, damit wir leben können.

Der Sonnenaufgang, das warme Licht am Morgen, die Natur, die Luft … unzählige Geschenke für Dich damit Du die Kraft spürst, Gott ist immer bei Dir.

Ich habe mir erlaubt, Dich zu Duzen, weil ich möchte, dass Du die Nähe spürst, … wir sind nicht Fremde und ich möchte, dass meine Worte Dein Herz erreichen.

Dieser Woche, möchte ich Dir mit einem Lächeln schenken! Denn Mutter Theresa sagte einmal: Wir werden niemals erfahren, wie viel Gutes ein einfaches Lächeln bewirken kann.

Deshalb schreibe ich Dir hier ein Paar Witze über Corona und ich freue mich, wenn Du im Kommentar die Witze erweitern kannst.

Ich wünsche Dir viel Freude und viel Lachen beim Lesen.

 # Das sind meine Reiseziele 2020:

- Haustralien

- Sofambik

- Kloronto

- Bangladusche

- Balkongo

vielleicht gibt es noch einen Abenteuertrip nach Parkistan.

# An alle Kinder, die mein Haus letztes Halloween mit Klopapierrollen beworfen haben: "Wer zuletzt lacht, lacht am besten!"

# Chuck Norris hatte Kontakt mit dem Coronavirus.

Jetzt muss das Coronavirus 14 Tage in Quarantäne.

# An alle die sich Sorgen machen: Das Coronavirus hält bestimmt nicht lang. Schließlich ist es "Made in China".

# Wegen Corona sollte man täglich mehrere Knoblauchzehen essen. Es hilft zwar nicht gegen das Virus, aber der Mindestabstand wird garantiert von allen eingehalten!

Rolf Mueller portrait 2

 

von Rolf Müller

 

 

 

 

 

 

Tun, was möglich ist!

Was bis vor kurzem der Wetterbericht, die neuesten politischen Entwicklungen oder für manche der Aktienindex war, sind heute die „Corona – Zahlen“ geworden. Ich ertappe mich selbst dabei: Jeden Tag warte ich gespannt auf die neuesten Infektionszahlen, den R-Wert und den Infektionsindex für Frankfurt. Ich merke daran: Die Pandemie hat mich wieder fest im Griff. Und tatsächlich ist es ja so, dass wir uns gerade hier in Frankfurt wegen der hohen Infektionszahlen wieder mehr Sorgen machen müssen, als wir das im Sommer noch gedacht haben.

Das trifft mich und jede/n von uns zuerst einmal persönlich. Ich muss mich fragen, wo ich „noch sicher bin“, welche Feiern und Begegnungen möglich und notwendig sind und welche Pläne ich für die nächsten Wochen überhaupt noch schmieden kann. Für uns als katholische Gemeinden hier in Nied – Griesheim – Gallus stellen sich genau diese aber Fragen auch. Welche Gottesdienste und Veranstaltungen können wir wie durchführen, reichen unsere Hygienekonzepte aus und: kommen überhaupt Menschen angesichts dieser Lage zu uns? Bis Advent und Weihnachten ist es nicht mehr weit, Firmungen und St. Martin liegen unmittelbar vor uns; dazu gibt es noch eine Reihe weiterer Veranstaltungen, die wir zum Teil schon lange geplant haben.

Oft erlebe ich zwei extreme Antworten auf diese Fragen. Einige sind der Meinung, dass aus Sicherheitsgründen möglichst viel abgesagt werden müsste und aufs Digitale verlegt werden sollte. Andere gehen sehr sorglos mit dieser Problematik um und denken, fast alles könnte so laufen wie vorher; als wären wir bei unseren kirchlichen Veranstaltungen gegen alles immun. Ich denke, die Antwort auf die Frage nach unseren Veranstaltungen in der nächsten Zeit müsste lauten: Wir sollen das tun, was möglich ist.

Unsere Veranstaltungen und Aktionen einfach abzusagen, ist für mich keine Option. Wir sind als christliche Gemeinden nur so systemrelevant wie wir zeigen: Wir sind da. Natürlich weiß ich, dass vieles nicht so „wie normal“ möglich ist. Aber ich entdecke, dass es viele Wege gibt, mit kreativen Ideen und guten Ideen so manche Veranstaltung durchzuführen. Beispiele gibt es bei uns schon genug. Einiges ist bereits gut neu eingeführt, wie das Mittagessen für arme Menschen jeden Sonntagmittag in Mariä Himmelfahrt. Anderes ist in Planung: Da ist das Martinsfest: In Griesheim und in Nied reitet St. Martin mit Musik durch den Stadtteil, die Kinder haben die Möglichkeit, vor ihren Häusern zu stehen und ihn zu erleben. Da sind die Ideen für die Advents- und Weihnachtszeit: Sie reichen vom Entzünden der Adventskerzen vor „Pax und People“ im Europaviertel an den Vorabenden der Adventssonntage über ein Turmblasen in Nied und Griesheim, Stationen im Freien zum Advent in Nied bis hin zu neuen Formen der Kinderkrippenfeiern am Heiligen Abend. Bei all diesen Ideen wird auf die Sicherheit für die Teilnehmenden großen Wert gelegt. Und wer weiß, vielleicht entdecken wir dabei auch so manches Neues, das auch in Zukunft Bestand haben kann.

Letztlich geht es darum, dass zu leben und zu zeigen, was uns Jesus heute im Sonntagsevangelium als das wichtigste Gesetz mitgegeben hat: „Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit deinem ganzen Denken. Und du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.“ (Mt 22, 37 – 39) Dieses Wort gilt für uns auch gerade in der Zeit der Pandemie. Ich hoffe sehr, dass wir für alle Veranstaltungen in diesem Geist Kreativität, Mut und Umsicht entwickeln. Die Heilige Hedwig, deren Patronatsfest wir heute in der Kirche St. Hedwig in Griesheim feiern, hat uns das in der Krisenzeit des 13. Jahrhunderts vorgelebt. Sie ist ein Vorbild für uns, damit auch wir mit ganzer Kraft das tun, was uns möglich ist!